Ein Tag voller Begegnung und Ermutigung
Etwa hundert Pädagoginnen und Pädagogen aus Schule, Kindergarten, Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung kamen zusammen, um sich geistlich neu auszurichten, fachlich inspirieren zu lassen und wertvolle Impulse für ihren Berufsalltag mitzunehmen. Die Stiftung Hensoltshöhe fungierte als Träger und Gastgeber und wurde dabei von einer Vielzahl evangelischer und freikirchlicher Partner unterstützt, die damit die gemeinsame Verantwortung für christliche Bildung in Bayern unterstrichen. Nach dem lockeren Ankommen bei Kaffee und Kuchen eröffnete Veranstaltungsleiter Pfarrer Thomas Jeromin das offizielle Programm. Ein virtuos spielendes Duo an Cello und Klavier bereicherte den Tag mit seinen musikalischen Beiträgen.
Fachliche Impulse in den Hauptvorträgen
Im ersten Vortrag thematisierte Dr. Daniel Straß, Professor der Erziehungswissenschaften an der Internationalen Hochschule Liebenzell, die Spannungsfelder, in denen christliche Lehrkräfte heute stehen – zwischen gesellschaftlichen Anforderungen, Entwicklungen im Bildungssystem und ihrem persönlichen Glauben. Er ermutigte, die eigene Berufung im Licht des Evangeliums neu zu entdecken und auf eine tragfähige innere Haltung zu bauen. Straß betonte dabei: „Es gibt nicht die eine Lösung, jeder hat eine ganz individuelle Berufung.“
Am Nachmittag sprach Teodor Wetzel, der als beruflicher Lehrer im Christlichen Jugenddorf Nagold tätig ist, über die Bedeutung seiner persönlichen Gottesbeziehung sowie den Halt und die Kraft, die er dadurch für seinen pädagogischen Alltag erhält. Mit lebendigen Beispielen aus seiner Arbeit zeigte er auf, wie Vertrauen, Gebet und Integrität Beziehungen zu Schülerinnen und Schülern prägen und stärken können. Sein Beitrag machte deutlich, dass geistliche Tiefe, pädagogische Professionalität, echtes Interesse an Schülern und eine gute Prise Humor gut miteinander in Einklang zu bringen sind.
Workshops boten praktische Hilfen für den pädagogischen Alltag
Am Nachmittag vertieften acht Workshops die Themen des Tages und gaben praktische Impulse für den pädagogischen Alltag. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich mit der Einbindung und Sichtbarkeit christlicher Inhalte im Unterricht, dem Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen, einer liebevollen Grenzsetzung sowie mit kreativen Formen gelebten Glaubens wie Liedgestaltung, biblischen Geschichten und Gebetsräume. Die Workshops boten vielfältige Anregungen und Materialien für die Praxis.
Ein Tag, der nachhaltig wirkt
Der Christliche Pädagogentag 2025 zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll Räume der Ermutigung und des fachlichen Austauschs für pädagogische Fachkräfte sind. Viele gingen gestärkt, inspiriert und mit neuen Impulsen zurück in ihren Alltag und merkten sich gleich den Termin vom nächsten Pädagogentag vor. Dieser findet 2026 am gleichen Samstag im November statt, dem 14.11.2026.

